Ralf Chevalier Freier Architekt und Energieberater

Energieberatung und energetische Planungen

Energie und Kosten sparen mit der „Energieberatung vor Ort“

Die steigenden Energiepreise machen sich bei den Betriebskosten eines Gebäudes immer stärker bemerkbar. Aus diesem Grund und aufgrund eines gestiegenen ökologischen Bewusstseins entschließen sich viele Hausbesitzer im Rahmen einer sowieso anstehenden Sanierung, z.B. am Außenputz oder an der nicht mehr zulässigen Heizung auch zu einer energetischen Aufwertung ihrer Immobilie. Vor dem Beginn der einzelnen Maßnahmen empfiehlt es sich im Rahmen einer Energieberatung eine Gebäudediagnose erstellen zu lassen.

Dadurch wird gewährleistet, dass die Sanierung den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (ENEV) entspricht und somit auch zum Klimaschutz beiträgt.

Mit einer sorgfältigen vorgeschalteten energetischen Planung lässt sich auch feststellen mit welchen energetischen Standards Sie Zuschüsse bzw. zinsgünstige Kredite beim Bund, beim Land bzw. bei der Kommune bekommen können. Dadurch lassen sich in einem beträchtlichen Maß Kosten sparen.


Wie funktioniert eine „Energieberatung“
Als erstes erstellt der Energieberater eine umfassende Diagnose über den Ist – Zustand des Gebäudes mit der Ortung der Schwachpunkte in der Gebäudehülle und bei der Gebäudetechnik. Somit lässt sich feststellen, über welche Bauteile die größten Wärmeverluste erfolgen und wo mit der Sanierung am besten angesetzt wird. Auf dieser Grundlage wird ein integrales Sanierungskonzept erarbeitet, bestehend aus den einzelnen Maßnahmen mit ihren Einspareffekten und den jeweils anfallenden Kosten. Mit dem Bauherrn wird besprochen, wie dieses Konzept möglichst kostengünstig und effektiv umgesetzt werden kann.
Nach der Durchführung der Maßnahmen hat der Bauherr ein im Wert gesteigertes Gebäude, welches dämm- und haustechnisch auf dem neuesten Stand ist. Darüber hinaus steigt die Behaglichkeit im Gebäude und die Energiekosten lassen sich ohne Probleme auf die Hälfte senken.


Kosten der „Energieberatung“
Bei Gebäuden, für die der Bauantrag vor dem 31.01.2002 gestellt wurde, bezuschusst der Bund z.B. bei Zweifamilienhäusern die bei mir anfallenden Beratungskosten für Gebäude mit einfacher Geometrie in Höhe von € 1.650,00 mit € 800,00. Der Auftraggeber muss somit beim Zweifamilienhaus für eine umfassende Beratung € 850,00 bezahlen.

Bei Dreifamilienhäusern mit bei mir anfallenden Beratungskosten für Gebäude mit einfacher Geometrie in Höhe von € 2.050,00 mit € 1.100,00. Der Auftraggeber muss somit beim Dreifamilienhaus für eine umfassende Beratung € 950,00 bezahlen.

Die höheren Aufwändungen für die Energieberatung bei Wohnungseigentümergemeinschaften  werden zusätzlich mit bis zu € 500.- gefördert.

 

Weitere Informationen beim BAFA (Stand Februar 2016)


Förderprogramme des Bundes für die energetische Gebäudesanierung
Eine umfassende Planung zahlt sich aus. Eigentümer, die im Rahmen des Programms „Energieeffizient Sanieren“ mit ihren Sanierungsmaßnahmen annähernd den geforderten energetischen Neubaustandard erreichen oder sogar besser sind und somit zu einer deutlichen Verringerung des Energieverbrauchs beitragen, werden vom Gesetzgeber finanziell unterstützt. So gibt es zinsgünstige Kredite verbunden mit einen Tilgungszuschuss bzw. bei Gebäuden mit bis zu 2 Wohneinheiten direkte Investitionszuschüsse.

 

Förderprogramme des Bundes bei der KFW-Bank (Stand Februar 2016)

 

Darüber hinaus bieten das Land und teilweise die Kommunen noch weitere Förderprogramme an.

 

Förderprogramme der Stadt Stuttgart für die energetische Gebäudesanierung
Bei Maßnahmen im Stadtgebiet der Stadt Stuttgart können Zuschüsse aus dem „Kommunalen Energiesparprogramm“ beantragt werden. Gefördert werden hocheffiziente Einzelmaßnahmen am Dach, an der Fassade, bei den Fenstern und bei der Anlagentechnik. Darüber hinaus gibt es eine Regelförderung für umfangreiche energetische Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und auch in Verbindung mit der Modernisiserung der Heizsysteme.

 

Förderprogramme der Stadt Stuttgart (Stand Februar 2016)


Energieausweis
2008 wurde auch für bestehende Gebäude ein Energieausweis eingeführt. Mit der Klassifizierung wird für jedes Gebäude eine Aussage über den energetischen Zustand getroffen. Die Besitzer erhalten dadurch eine Einschätzung über ihr Gebäude und auch über den Wert ihrer Immobilie. Ein möglichst geringer Energieverbrauch wird somit zu einem weiteren Qualitätsmerkmal ihres Gebäudes.
Die Pflicht zur Ausstellung eines Energieausweises besteht dann, wenn ein Gebäude oder eine Wohnung verkauft oder neu vermietet werden, bzw. im Anschluss an umfangreiche Sanierungsmaßnahmen.


Das Erneuerbare – Wärme – Gesetz (E-Wärme-G) für Altbauten
Zur Schonung der Energiereserven und zum Schutz des Klimas gibt es seit 2010 auch bei Altbauten die Verpflichtung zur Nutzung erneuerbarer Energien, sofern die Heizungsanlage ausgetauscht wird. Die Anforderung gilt als erfüllt, wenn 15% der Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugt wird. Dies ist möglich mit thermischen Solarkollektoren, mit einer Pellet- oder Holzheizung, mit dem Einsatz von Bioöl oder Biogas sowie mit einer Wärmepumpe. Darüber hinaus gibt es weitere Ersatzmaßnahmen.

 

Weitere Informationen zum E-Wärme-G (Stand Februar 2016)


Detaillierte Wärmebrückenberechnung

Im Energieausweis ist auch der Transmissionsverlust H'(T) nachzuweisen, der ein Förderkriterium bei Krediten und Zuschüssen ist. Dieser Wert gibt wieder, wieviel Energie über die Gebäudehülle verloren geht. Er setzt sich zusammen aus den Verlusten über die eigentlichen Außenflächen wie Dach, Fassade oder Fenster, sowie zusätzlichen Verlusten über Bauteilanschlüsse wie z.B. vom Fensterrahmen an die Fensterleibung. Der Gesetzgeber hat hierfür einen pauschalen Zuschlag eingeführt, der die Werte aus der Fläche durchaus um 25% verschlechtern kann. Damit wird es oftmals schwierig, die hohen Anforderungen an die Vergabe von Zuschüssen und Krediten zu erfüllen.

Alternativ hierzu ist es möglich, alle im Gebäude vorhandenen Wärmebrücken zu berechnen, was in der Regel zu deutlich besseren Ergebnissen führt. Somit kann oftmals ohne zusätzliche bauliche Maßanhmen der Nachweis für die Förderwürdigkeit erbringen.

Darüber hinaus kann man mit dieser Vorgehensweise die energetischen Schwachstellen ausfindig machen und optimieren.

 

Energieberatung als Grundlage für eine qualitätsvolle energetische Sanierung
Im Rahmen einer Energiediagnose werden die oben genannten Punkte berücksichtigt, womit gewährleistet ist, dass die ökologischen Notwendigkeiten und die ökonomischen Möglichkeiten aufeinander abgestimmt werden.
Ein fundiertes Sanierungskonzept am Anfang ermöglicht eine weitgehende Kostensicherheit und sollte am Anfang jeder Sanierung stehen.

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